Unser Restaurant ist eher Kostenstelle als Gewinnbringer

Die Halbpension läuft, das Restaurant ist voll — und trotzdem steht F&B am Jahresende im Minus

Typisch für: Ferienhotels mit Halbpension · Häuser mit Restaurant als Pflichtangebot · Betriebe, die F&B nicht als eigene Sparte rechnen

Dokumentiert von Hospis

Stand: 25. August 2026

Woran du es erkennst

  • F&B hat keine eigene Ergebnisrechnung — Erlös und Kosten verschwinden im Gesamtbetrieb
  • Der Halbpensionsanteil wird intern mit einem Pauschalwert verrechnet, den seit Jahren niemand geprüft hat
  • Gäste essen, trinken Wasser, gehen — Aperitif, Wein und Dessert werden nicht aktiv verkauft
  • Das Restaurant ist abends für 120 Plätze besetzt, egal ob 60 oder 110 Gäste im Haus sind
  • Externe Gäste kommen kaum, weil das Restaurant von außen nicht existiert
  • Der Küchenchef entscheidet über die Karte, niemand über das Ergebnis

Passende Hospis

VW

Valentin Walch

MAJOVA — F&B · Wein · Menu Architecture, Lech am Arlberg
Arbeitet mit protel · Mews · Mews POS · Smart Host
AdviseImplement

Macht aus der Halbpension eine Verkaufsstrecke — Karte, Weinbegleitung und Ablauf so gebaut, dass der Abend Marge trägt.

Zugeordnet zu Ursachenfeld
ZusatzumsatzMenu ArchitectureWein & WeinbegleitungKalkulation
Profil ansehenPersönlich geprüft · unabhängige Zuordnung
GS

Gerhard F. Salmutter

F&B-Konzeption · Bar & Getränkekonzepte · Raumästhetik — Wien
Arbeitet mit Novatouch · protel · Mews POS
AdviseImplement

Gibt dem Restaurant ein eigenes Profil — Name, Handschrift und Raum, die auch externe Gäste ins Haus bringen.

Zugeordnet zu Ursachenfeld
Profil des RestaurantsF&B-KonzeptionAngebot & Karte
Profil ansehenPersönlich geprüft · unabhängige Zuordnung
JT

Javier Torrente

Operations · Konzept · Team — Palma de Mallorca
Arbeitet mit protel · Mews · Mews POS · Smart Host
AdviseImplementOperate

Sein Kernthema: F&B als eigene Sparte rechnen und Kapazität, Dienstplan und Öffnungszeiten an die Belegung koppeln.

Zugeordnet zu Ursachenfeld
F&B als eigene SparteKapazität & PersonalAbläufe
Profil ansehenPersönlich geprüft · unabhängige Zuordnung

Welcher Weg passt zu deiner Situation?

01

Diagnose

390 € Festpreis

Ein geprüfter Hospi analysiert deine Situation strukturiert – im Gespräch und mit schriftlichem Ergebnis. Jede Aussage klar gekennzeichnet: FACT, BENCHMARK, HYPOTHESIS oder CONCLUSION. Du bekommst einen konkreten Weg, keinen Verkaufstermin.

  • Ein legitimes Ergebnis ist auch: Kein Engagement nötig.
  • Bei einem anschließenden Engagement wird die Diagnosegebühr voll angerechnet.
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Akute Situation? Dein Fall wird priorisiert geprüft – Rückmeldung innerhalb von 48 Stunden.

Ursachenfelder — und wie man sie auseinanderhält

Ein Restaurant im Hotel verliert selten Geld, weil das Essen schlecht ist. Es verliert Geld, weil es nie als eigenes Geschäft betrachtet wurde.

Diese Felder sind vollständig, und viele Häuser kommen damit allein weiter — dafür ist die Seite da. Was es kostet, steht nur nicht auf einer Rechnung: interne Stunden, ein paar Anläufe, und eine Saison, die währenddessen weiterläuft.

01

F&B wird nicht als eigene Sparte gerechnet

Woran du sie erkennst

Es gibt keine monatliche F&B-Ergebnisrechnung mit eigenem Erlös, Wareneinsatz und Personal. Der interne Halbpensionswert ist gesetzt, nicht hergeleitet. Niemand kann sagen, ob das Restaurant an einem Dienstag im Jänner Geld verdient oder verliert.

Der Weg raus

F&B als Profitcenter aufstellen: Halbpension realistisch intern verrechnen, Wareneinsatz und Personal zuordnen, monatlich rechnen. Erst dann wird sichtbar, welche Hebel überhaupt existieren.

02

Der Zusatzumsatz bleibt liegen

Woran du sie erkennst

Der Halbpensionsgast bekommt sein Menü — und sonst nichts angeboten. Kein Aperitif-Moment, keine aktive Weinempfehlung, Dessert und Digestif werden nicht verkauft. Der Umsatz pro Gast ist die Halbpension plus Wasser.

Der Weg raus

Den Abend als Verkaufsstrecke denken: Aperitif an der Bar vor dem Menü, Weinbegleitung als Angebot statt als Karte, Service auf Empfehlung schulen. Das ist Training und Ablauf, keine Investition.

03

Kapazität und Personal folgen dem Haus, nicht der Nachfrage

Woran du sie erkennst

Der Dienstplan im Restaurant ist über die Saison gleich, unabhängig von Belegung und Wochentag. Öffnungszeiten sind historisch, nicht nachfragebasiert. An schwachen Abenden steht mehr Personal als Gäste an manchen Tischen.

Der Weg raus

Restaurant-Einsatzplanung an die Belegung koppeln — Anreiseliste und Halbpensionszahl sind bekannt. Öffnungszeiten und Anzahl der Sitzungen nach Gästestruktur festlegen. Kapazität wird planbar, sobald man auf die Zahlen schaut, die ohnehin da sind.

04

Das Restaurant hat kein eigenes Profil

Woran du sie erkennst

Das Restaurant heißt "Restaurant", bietet "regionale und internationale Küche" und existiert nach außen nicht. Einheimische und Gäste anderer Häuser kommen nicht, weil es keinen Grund gibt. Das Restaurant lebt ausschließlich von der Halbpension.

Der Weg raus

Ein Konzept, das man erzählen kann: ein Name, eine Handschrift, ein Grund hinzugehen. Für externe Gäste sichtbar werden — das bringt Umsatz an schwachen Tagen und hebt das Niveau für die Hausgäste gleich mit.

Häufige Fragen

Sollen wir die Halbpension abschaffen?
Nicht vorschnell. Die Halbpension sichert die Auslastung im Restaurant. Die Frage ist, ob sie intern richtig bewertet wird und ob darauf verkauft wird.
Wie viel Zusatzumsatz ist realistisch?
Das hängt vom Haus ab und lässt sich in drei Wochen messen: Aperitif- und Weinquote vorher und nachher zählen. Die Zahl aus dem eigenen Betrieb ist mehr wert als jede Benchmark.
Lohnt sich ein externes Konzept für ein Ferienhotel?
Wenn der Standort Nachfrage hergibt, ja. Wenn nicht, bleibt der Hebel bei Verrechnung, Verkauf und Kapazität — auch das reicht oft.

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