Wir steuern auf Auslastung statt auf Ertrag

Das Haus ist voll, alle sind stolz — und am Ende bleibt weniger als im Jahr davor, als es leerer war

Typisch für: familiengeführte Ferienhotels · Häuser mit fester Saisonpreisliste · Betriebe, in denen „voll“ das einzige Ziel ist

Dokumentiert von Hospis

Stand: 25. August 2026

Woran du es erkennst

  • „Wie voll sind wir?“ wird täglich gefragt, „was verdienen wir pro Zimmer?“ nie
  • Die Preisliste wurde im Herbst gemacht und gilt bis zum Frühling — egal, was passiert
  • Sobald die Belegung unter eine Schmerzgrenze fällt, wird rabattiert
  • Der letzte freie Samstag in der Hochsaison kostet dasselbe wie der erste
  • Stammgäste bekommen Sonderpreise, die niemand mehr hinterfragt
  • Die Kosten eines belegten Zimmers — Reinigung, Frühstück, Energie, Verschleiß — kennt niemand

Passender Hospi

OT

Olivia Torrente-Dorninger

Sales · Revenue · Marketing — Palma de Mallorca
Arbeitet mit protel · Mews · Mews POS · Smart Host
AdviseImplement

Ihr Kernthema: Häuser von der Auslastung- auf die Ertrag-Steuerung umzustellen — RevPAR als Leitkennzahl, Preise ans Buchungsverhalten koppeln und den Rabattreflex durch eine klare Preislogik ersetzen

Zugeordnet zu Ursachenfeld
Leitkennzahl wechselnNachfragegerechte PreiseRabatt-DisziplinKosten pro belegtem Zimmer
Profil ansehenPersönlich geprüft · unabhängige Zuordnung

Welcher Weg passt zu deiner Situation?

01

Diagnose

390 € Festpreis

Ein geprüfter Hospi analysiert deine Situation strukturiert – im Gespräch und mit schriftlichem Ergebnis. Jede Aussage klar gekennzeichnet: FACT, BENCHMARK, HYPOTHESIS oder CONCLUSION. Du bekommst einen konkreten Weg, keinen Verkaufstermin.

  • Ein legitimes Ergebnis ist auch: Kein Engagement nötig.
  • Bei einem anschließenden Engagement wird die Diagnosegebühr voll angerechnet.
02

Soforthilfe

Akute Situation? Dein Fall wird priorisiert geprüft – Rückmeldung innerhalb von 48 Stunden.

Ursachenfelder — und wie man sie auseinanderhält

Auslastung ist die Kennzahl, die sich am besten anfühlt. Ertrag ist die, die am Jahresende zählt. Die meisten Häuser steuern nach der ersten und wundern sich über die zweite

Diese Felder sind vollständig, und viele Häuser kommen damit allein weiter — dafür ist die Seite da. Was es kostet, steht nur nicht auf einer Rechnung: interne Stunden, ein paar Anläufe, und eine Saison, die währenddessen weiterläuft.

01

Die falsche Kennzahl hängt an der Wand

Woran du sie erkennst

Auslastung ist die einzige Zahl, die täglich verfügbar ist und von allen verstanden wird. Umsatz pro verfügbarem Zimmer, Ertrag pro Gast, Deckungsbeitrag pro Buchung — gibt es nicht oder erst im Jahresabschluss

Der Weg raus

Umsatz pro verfügbarem Zimmer zur Leitkennzahl machen und wöchentlich neben die Auslastung stellen. Sobald beide sichtbar sind, ändert sich, worüber morgens gesprochen wird

02

Preise reagieren nicht auf Nachfrage

Woran du sie erkennst

Es gibt drei Saisonpreise und eine Kinderermäßigung. Ob ein Zeitraum sechs Wochen vorher schon voll ist oder halb leer, ändert am Preis nichts. Die Nachfrage wird nicht gelesen, nur verbucht

Der Weg raus

Preisstufen nach Buchungsstand statt nach Kalender: wenn ein Zeitraum schneller füllt als erwartet, steigt der Preis. Das braucht kein System — eine wöchentliche Regel und einen Blick auf den Buchungsstand

03

Der Rabatt ist ein Reflex

Woran du sie erkennst

Bei schwacher Nachfrage wird gesenkt — auf dem Portal, per Newsletter, mit „Last Minute“. Der Rabatt holt Gäste, die auch zum vollen Preis gekommen wären, und trainiert alle anderen aufs Warten

Der Weg raus

Bevor der Preis fällt: Mindestaufenthalt lockern, Pakete anbieten, Zielgruppen ansprechen, die den Zeitraum ohnehin wollen. Wenn rabattiert wird, dann gezielt und begrenzt — nie über alle Kanäle gleichzeitig

04

Das volle Haus hat einen Preis

Woran du sie erkennst

Jedes belegte Zimmer kostet: Reinigung, Wäsche, Frühstück, Halbpension, Energie, Abnutzung. Bei niedrigem Zimmerpreis frisst das den Erlös — und das Team ist ausgelastet, ohne dass es sich rechnet

Der Weg raus

Die variablen Kosten pro belegtem Zimmer einmal ehrlich rechnen. Ab dieser Zahl weiß das Haus, ab welchem Preis ein zusätzlicher Gast überhaupt etwas beiträgt — und wann ein leeres Zimmer besser ist

Häufige Fragen

Ein leeres Zimmer bringt gar nichts — ist ein günstiger Gast nicht besser?
Nur, wenn er mehr bringt als er kostet und die Preise für alle anderen nicht drückt. Beides ist häufiger nicht der Fall, als man denkt
Brauchen wir ein Revenue-Management-System?
Erst die Kennzahl und die Preisregel. Ein System optimiert eine Logik, die es bereits gibt — ohne Logik optimiert es die Gewohnheit
Was sagen wir Stammgästen, die immer denselben Preis hatten?
Dass sie weiterhin einen Vorteil bekommen — aber einen, der zum Haus passt: Zimmerwahl, Flexibilität, ein Extra. Nicht zwingend den alten Preis

Beschreibe deine Situation

Dein Problem-Kontext wird automatisch mitgeschickt — du musst nichts wiederholen.

Problem
Wir steuern auf Auslastung statt auf Ertrag