OTA-Provisionen fressen einen guten Sommer auf

Das Haus war voll, die Bewertungen gut — und die Provisionsabrechnung im Oktober ist trotzdem der größte Einzelposten der Saison

Typisch für: Ferienhotels, die seit Jahren „gut über Booking laufen“ · Häuser ohne eigene Vertriebsverantwortung · Betriebe, deren Stammgäste über Portale wiederbuchen

Dokumentiert von Hospis

Stand: 25. August 2026

Woran du es erkennst

  • Niemand kann ohne Nachrechnen sagen, wie viel Provision im letzten Jahr bezahlt wurde
  • Die Portale sind der Standardkanal, die eigene Website die Ausnahme
  • Sichtbarkeits- und Rabattprogramme der Portale sind aktiv, weil der Account Manager es empfohlen hat
  • Auf dem Portal ist das Haus günstiger oder flexibler als auf der eigenen Website
  • Stammgäste bekommen keinen Grund, direkt zu buchen — also tun sie es nicht
  • Die Provision wird als Marketingkosten verbucht und nie als solche bewertet

Passender Hospi

OT

Olivia Torrente-Dorninger

Sales · Revenue · Marketing — Palma de Mallorca
Arbeitet mit protel · Mews · Mews POS · Smart Host
AdviseImplement

Ihr Kernthema: den Kanalmix als Vertriebsentscheidung führen — Portale gezielt einsetzen, Sichtbarkeitsprogramme bewerten und den Direktkanal zum besten Weg ins Haus machen

Zugeordnet zu Ursachenfeld
Kanalmix-SteuerungProvisionsbewertungDirektkanal als KonkurrentStammgast-Direktbuchung
Profil ansehenPersönlich geprüft · unabhängige Zuordnung

Welcher Weg passt zu deiner Situation?

01

Diagnose

390 € Festpreis

Ein geprüfter Hospi analysiert deine Situation strukturiert – im Gespräch und mit schriftlichem Ergebnis. Jede Aussage klar gekennzeichnet: FACT, BENCHMARK, HYPOTHESIS oder CONCLUSION. Du bekommst einen konkreten Weg, keinen Verkaufstermin.

  • Ein legitimes Ergebnis ist auch: Kein Engagement nötig.
  • Bei einem anschließenden Engagement wird die Diagnosegebühr voll angerechnet.
02

Soforthilfe

Akute Situation? Dein Fall wird priorisiert geprüft – Rückmeldung innerhalb von 48 Stunden.

Ursachenfelder — und wie man sie auseinanderhält

Das Portal ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass es die einzige Vertriebsentscheidung ist, die das Haus je getroffen hat — und die hat es nicht selbst getroffen

Diese Felder sind vollständig, und viele Häuser kommen damit allein weiter — dafür ist die Seite da. Was es kostet, steht nur nicht auf einer Rechnung: interne Stunden, ein paar Anläufe, und eine Saison, die währenddessen weiterläuft.

01

Der Kanalmix wird nicht gesteuert

Woran du sie erkennst

Es gibt keine Zielgröße für den Anteil direkter Buchungen, keine monatliche Auswertung nach Kanal, keine Entscheidung, welche Zimmer und Zeiträume über Portale gehen sollen. Der Mix ergibt sich

Der Weg raus

Kanalanteile monatlich auswerten — Umsatz und Provision pro Kanal, nicht nur Buchungen. Ein Ziel für den Direktanteil setzen und Portale gezielt für Lücken einsetzen statt für alles

02

Sichtbarkeit wird mit Provision bezahlt

Woran du sie erkennst

Preferred-Status, Genius-Rabatte, Boost-Kampagnen: jedes dieser Programme erhöht die effektive Provision oder senkt den Preis — oft beides. Aktiviert wurden sie in einem schwachen Monat und nie wieder abgeschaltet

Der Weg raus

Alle aktiven Programme auflisten, effektive Provision pro Buchung rechnen, jedes Programm einzeln bewerten. Was die Auslastung in der Hochsaison steigert, in der das Haus ohnehin voll wird, kostet nur

03

Die eigene Website ist kein Konkurrent

Woran du sie erkennst

Auf dem Portal ist das Haus gleich teuer oder günstiger, die Stornobedingungen sind besser, die Buchung ist einfacher. Ein Gast, der beide Seiten vergleicht, hat keinen Grund für die Website

Der Weg raus

Direktvorteil, der dem Gast etwas bringt und dem Haus weniger kostet als die Provision: flexiblere Storno, Frühstück, Spa-Zeit, Zimmerwahl. Buchungsstrecke auf der Website so kurz wie auf dem Portal. Wenn das der Kern ist, gehört zuerst das Problem „Direktbuchungs-Quote bleibt unter 25 %“ gelöst

04

Stammgäste zahlen die Provision mit

Woran du sie erkennst

Ein Gast, der das Haus kennt, öffnet zum Wiederbuchen das Portal — weil er die Bestätigung von dort hat, weil es bequem ist, weil ihn niemand gebeten hat, es anders zu machen. Das Haus zahlt für einen Gast, den es längst hatte

Der Weg raus

Jeden Gast im Haus einmal persönlich zum Direktkanal einladen — beim Check-out, mit einem konkreten Vorteil. Gästedaten aus Portalbuchungen vervollständigen, Wiederbucher direkt ansprechen. Das ist der günstigste Vertriebskanal, den das Haus hat

Häufige Fragen

Sollen wir das Portal abschalten?
Nein. Portale bringen Reichweite und neue Gäste, die das Haus sonst nie gefunden hätten. Die Frage ist, wofür man sie einsetzt — nicht ob
Rentiert sich eine eigene Buchungsmaschine?
Die meisten Häuser haben eine und nutzen sie schlecht. Bevor ein neues System kommt, gehört die bestehende Strecke auf Preis, Storno und Klickzahl geprüft
Wie schnell lässt sich der Anteil verschieben?
Bei Stammgästen innerhalb einer Saison. Bei Neugästen langsamer, weil die Website erst gefunden und dann gewählt werden muss. Beides beginnt mit der Kanalauswertung

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Problem
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