Unsere Zahlen liegen in zu vielen Systemen verstreut

Umsatz im PMS, Wareneinsatz beim Steuerberater, Personal in Excel — und die Frage „wie lief die Woche“ hat keine Antwort

Typisch für: Inhabergeführte Häuser mit externer Buchhaltung · Betriebe, deren Zahlen erst mit dem Jahresabschluss zusammenkommen · Häuser, in denen der Chef „das im Gefühl hat“

Dokumentiert von Hospis

Stand: 25. August 2026

Woran du es erkennst

  • Umsatz, Belegung, Wareneinsatz und Personalkosten leben in vier verschiedenen Systemen
  • Die einzige Gesamtsicht ist die BWA — und die ist Wochen alt
  • Wöchentliche Kennzahlen gibt es nicht, oder sie werden per Hand zusammengetippt
  • Abteilungsleiter kennen ihre eigenen Zahlen nicht
  • Excel-Dateien mit „final_v3“ im Namen sind die Wahrheit
  • Auf die Frage „wie lief die Woche“ antwortet niemand mit einer Zahl

Passender Hospi

JW

Josef Walch

Digitalisierung · KI im Betrieb · Aufbau — Lech am Arlberg
Arbeitet mit protel · Mews · Mews POS · Smart Host
AdviseImplement

Baute an der Roten Wand eine wöchentliche Kennzahlensicht aus PMS, Kasse und Einkauf — wenige Zahlen, fester Rhythmus.

Zugeordnet zu Ursachenfeld
KennzahlenauswahlQuellen & ExportBetrieb vs. BuchhaltungZuständigkeit & Rhythmus
Profil ansehenPersönlich geprüft · unabhängige Zuordnung

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Ursachenfelder — und wie man sie auseinanderhält

Verstreute Zahlen sind selten ein Mangel an Daten. Es ist ein Mangel an Entscheidung, welche fünf Zahlen zählen — und wer sie wann auf den Tisch legt.

Diese Felder sind vollständig, und viele Häuser kommen damit allein weiter — dafür ist die Seite da. Was es kostet, steht nur nicht auf einer Rechnung: interne Stunden, ein paar Anläufe, und eine Saison, die währenddessen weiterläuft.

01

Es ist nicht festgelegt, welche Zahlen zählen

Woran du sie erkennst

Es gibt hunderte Berichte in PMS, Kasse und Buchhaltung, aber keine Liste der Kennzahlen, die die Führung wöchentlich sehen will. Also sieht sie alle oder keine.

Der Weg raus

Fünf bis sieben Kennzahlen festlegen — Belegung, Umsatz pro verfügbarem Zimmer, Wareneinsatz, Personalstunden pro belegtem Zimmer, Direktanteil. Eine Seite, jede Woche. Die Auswahl ist wichtiger als das Werkzeug.

02

Die Systeme liefern nicht zusammen

Woran du sie erkennst

PMS, Kasse, Zeiterfassung und Buchhaltung haben keine gemeinsame Ausgabe. Wer die Zahlen zusammen will, exportiert vier Dateien und baut eine fünfte. Nach zwei Wochen macht es niemand mehr.

Der Weg raus

Für die festgelegten Kennzahlen je eine Quelle definieren und den Export standardisieren — oder ein einfaches Werkzeug, das die Quellen automatisch zusammenzieht. Erst die Kennzahlen, dann das Werkzeug.

03

Die Buchhaltung kommt zu spät für den Betrieb

Woran du sie erkennst

Die Monatsauswertung entsteht extern, Wochen nach Monatsende, in einem Format für das Finanzamt. Für die Steuerung des Betriebs ist sie zu spät und zu grob.

Der Weg raus

Betriebszahlen und Buchhaltung trennen: Die Buchhaltung bleibt, wie sie ist. Die Betriebssteuerung läuft wöchentlich aus PMS, Kasse und Einkauf — ungeprüft, aber rechtzeitig. Genauigkeit im Monat, Geschwindigkeit in der Woche.

04

Niemand ist für die Zahlen zuständig

Woran du sie erkennst

Zahlen zusammenstellen ist eine Aufgabe, die niemand hat. Der Chef macht es, wenn Zeit ist; die Rezeption, wenn gefragt wird. Es gibt keinen Rhythmus.

Der Weg raus

Eine Person, ein Wochentag, ein Format. Die Zahlen liegen Montag auf dem Tisch — jede Woche, auch wenn sie schlecht sind. Aus dem Rhythmus entsteht die Steuerung, nicht aus dem Werkzeug.

Häufige Fragen

Brauchen wir ein BI-Tool?
Wenn die Kennzahlen stehen und die Quellen definiert sind, spart ein Werkzeug Zeit. Vorher automatisiert es die Unklarheit.
Unser Steuerberater liefert die BWA — reicht das nicht?
Für die Buchhaltung ja. Für die Steuerung des Betriebs nein — zu spät, zu grob, nicht nach Abteilung.
Wie viel Aufwand ist das wöchentlich?
Mit definierten Quellen und Format: unter einer Stunde. Ohne: ein Tag, den niemand hat.

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